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6 Responses to “Öko 1.0 – Was ist schlecht daran”

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  1. Ökos 1.0 und noch mehr die Lovos sind halt keine attraktive Zielgruppe. Deswegen ist der Stempel LOHAS schon ganz brauchbar, mit dem man Ungrünen-Firmen ganz klar machen kann, dass sie ja sowas von veraltet sind. 8-)

  2. Hallo Roland, hallo Horst,
    auch wenn sich mein eigenes ökologisches Gewissen vor ca 30 Jahren entwickelt hat, fühle ich mich weder als Öko 1.0. noch als Lohas (fürs Lohäschen hab´ich wohl eh´die falsche Figur). Wir “Alten” haben alle unseren Weg finden müssen zwischen Anspruch und Wirklichkeit und zwischen Verzicht und Luxus und das ist bei den Jungen nicht anders, nur auf anderem Niveau. Während mir selbst und vielen meiner Kunden zum Beispiel der Verzicht auf den Nobelschlitten total leicht fällt, investieren wir in – wie wir meinen – vernünftige Einrichtung oder Küchen, die wiederum verschuldeten oder den wenigen vermögenden Porschefahrern als reiner Luxus erscheinen mögen. Deswegen denken wir nicht in numerierten Zielgruppen, sondern formulieren unsere Botschaft der ökologischen und individuellen Einrichtung (hoffentlich) einfach und ehrlich, in der Hoffnung, dass sie alle Generationen verstehen können.
    Völlig klar ist aber, dass der Konsumaspekt alleine viel zu kurz greift. Damals wie heute kann man die persönliche Verantwortung nicht auf den Einkauf reduzieren.

  3. Mir scheint bei “Öko” sind die Versionsnummern ebenso problematisch wie beim “Web”, da sie einen plötzlichen Sprung in einer als weitgehend linear angenommenen Entwicklung implizieren.
    Um beim Beispiel zu bleiben: Das Web 2.0 hat auch das Web 1.0 nicht komplett abgelöst, vielmehr hat es bestimmten Nutzungsformen ein neues Gesicht gegeben, die vielleicht noch mehr Menschen ansprechen. So hat es beispielsweise auch schon im Web 1.0 Communities gegeben (man denke nur an The Well), aber heute haben sich die Nutzergruppen stark erweitert. Ebenso gibt es auch weiterhin das Web 1.0, also statische Seiten etc.
    Ich würde vermuten, dass es vielleicht bei Ökos 1.0 und 2.0 ähnlich ist. Hier gibt es einen “neuen” Lebensstil, dem neue Konzepte und eine neue Ästhetik zu eigen sind, der aber zum Teil auf früheren ökologischen Lebensstilen basiert und auch neben anderen Lebensstilen existiert.
    Die Bezeichnung 2.0 ist damit vielleicht als Sammelbegriff zu sehen, der eher ein- als ausschließt. Deswegen ist es natürlich umso wichtiger, über seine Bedeutung zu diskutieren :-)

  4. @horst … aber hast du dir jemals die Frage gestellt, warum sie keine Attrakive Zielgruppe sind und vor allem für wen? Für den Bereich Ehrenamtlichkeit sind sie das nämlich schon! Dass damit kein Geld zu machen ist ist eine Frage des Systems. Das ist änderbar und dann sind sie plötzlich DIE Zielgruppe.

    @herwig … ich denke auch, dass jede Gruppe seine Vorlieben hat und wenn ich Kataloge wie den von Manufaktum, Biber, … hernehme, dann sind dort auch die “Konsumkritiker” als Zielgruppe gut aufgehoben :-)

    @daniel … die Versionsnummerierung ist jedenfalls zu hinterfragen. Sie vereinfacht es ja auch nur Schubladen zu öffnen. Dass eine Folgegeneration immer die Vorteile ihrer VorgängerInnen übernimmt ist wohl ein zutiefst darwinistisches Prinzip. Was mich dabei stört ist ja diese positiv-negativ Polarisierung oder Reduzierung. Die Begriffe werden als Marketinggag produziert. Real hat das keinen Wert meiner Meinung nach. Kaum ein Öko 2.0 der nicht auch gleichzeitig Öko 1.0 ist würde eine Gesamtökobilanz positiv bestehen. Einige Yuppies die jetzt plötzlich einen LOHAS führen sind so auswechselbar, wie die Bio-Unterwäsche, die sie tragen (öko ist sie meist ja sowieso nicht), wenn die nächste hippe Welle kommt :-)

Trackbacks

  1. links from TechnoratiAnleitung und Vorlagen für den Widerspruch. Auf geht’s! Nachtrag: Bei der gestrigen Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal in Hiltenfingen, musste ich gelegentlich schmunzeln und an Rolands Artikel zuÖko 1.0 – 2.0denken. Es ist schon noch ein ungewohnter Klang, wenn ein CSU Politiker, zwar im typischen Unionssprachgebahren, aber immerhin, mehr Umweltschutz fordert und den Zuhörern partizipatorische Demokratie

  2. Kramer auto Pingback[...] Outcomes 2009-03-01 Bloggertreffen – Meeting Outcomes 2009-03-01 Öko 1.0 – Was ist schlecht daran 2009-02-24 Öko 1.0 – Was ist schlecht daran 2009-02-24 FollowersSee [...]



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